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Linda Mock

ehemalige Auszubildende Medienkauffrau Digital und Print (heute Volontärin)

Linda Mock © Silvio Knezevic

1. Was beinhaltet Dein beruflicher Alltag?

Mein beruflicher Alltag richtet sich nach den Anforderungen der einzelnen Ausbildungsabteilungen. Dort lerne ich, mich immer wieder in neue Situationen einzufinden, kann an Aufgaben wachsen und meine Stärken in der Praxis ausbauen.

2. Wie kamst Du auf die Idee, die Ausbildung zu machen? Was war Dein Weg dorthin?

Nach dem Abitur überlegte ich lange, ob ich überhaupt studieren sollte. Ich fragte mich: „Ist das mein Weg? Kann ich ohne praktischen Bezug lernen? Halte ich die Jahre bis zum Master durch?“ Nach drei Semestern konnte ich all diese Fragen mit einem klaren Nein beantworten. In der Ausbildung bei Random House habe ich dann all das gefunden, was mir in meinem Studium gefehlt hat. Eine kaufmännische Sichtweise auf Verlagsprozesse, kreative Aufgaben und die direkte Arbeit mit Büchern vom Lektorat bis hin zur Herstellung. Alles was ich mir von der Ausbildung erhofft habe, hat sich bisher in jeder Hinsicht erfüllt.

3. Was motiviert Dich in Deiner Arbeit? Wofür brennst Du?

Ich mag Herausforderungen, bei denen ich zunächst denke „das schaffe ich nicht“ und die ich dann doch bewältige und löse. Genau dieses Erfolgserlebnis ist so wichtig für die Entwicklung. Wäre alles leicht und würde sofort gelingen, wo wäre da der Reiz und die Lust noch mehr zu lernen? Deshalb brenne ich für Aufgaben, an denen ich wachsen kann. Situationen, die mir alles abverlangen und mich am Schluss mit neuem Selbstvertrauen zurücklassen. Natürlich klappt nicht immer alles auf Anhieb, so ist der Lauf der Dinge. Doch auch das finde ich wichtig für den Lernerfolg. Denn wo Plan A nicht klappt, gibt es meistens noch die B- und die C-Variante. Und gemeinsam mit hilfsbereiten Kollegen wurde bisher jede Aufgabe gemeistert.

4. Was macht die Arbeit bei der Verlagsgruppe Random House für Dich besonders?

Die Arbeit bei Random House ist für mich besonders, weil es sich meistens nicht wie Arbeit anfühlt. Natürlich, in vielen Abteilungen geht es um Termindruck, rechtzeitige Abgaben und ein rasches Arbeitstempo. Aber auch dort wird viel gelacht, die Kollegen sind aufgeschlossen, warmherzig und neue Gesichter sind stets willkommen. Eine Kollegialität wie bei Random House habe ich bisher noch nicht erlebt. Hier werden Kollegen zu Freunden und Arbeit zu Spaß. Das ist nicht nur besonders, sondern auch wunderschön.

5. Welches Buch hat Dich geprägt?

Ich war 11 Jahre alt, als ich das erste Mal mit dem Tagebuch der Anne Frank in Berührung kam. Zu dieser Zeit fing ich an, mich intensiv mit dem Dritten Reich und insbesondere mit dem Holocaust zu beschäftigen. Harter Stoff, doch ich wollte alles wissen, all das Schreckliche verstehen können. In diesem Zusammenhang las ich Anne Franks Tagebuch. Nicht einmal, sondern gleich drei Mal. Ich war beeindruckt von ihrem Schreibstil, ihrem Ausdruck und von ihrer frechen Art. So nachdenklich und so ernst sprach sie von Themen, über die ich bisher noch nicht sonderlich viel nachgedacht hatte. Ihr Tagebuch war für mich nicht nur ein Buch, sie wurde mir zur Freundin und zum Vorbild. Ich fing auch an, ein Tagebuch zu schreiben, meine Gedanken zu sortieren und kleine Geschichten zu erfinden. Seitdem sind viele Jahre vergangen. An Anne Frank denke ich trotzdem noch oft und lese mindestens einmal im Jahr ihr Tagebuch. Um nicht zu vergessen wie sie war und um stets zu realisieren, wie schön es ist erwachsen zu werden, was ihr leider nicht vergönnt war.