Menü
weitere Mitarbeiter

Anja Franzen

Lektorin Blanvalet

Anja Franzen © Silvio Knezevic

1. Was beinhaltet Ihr beruflicher Alltag?

Wenn ich zu (branchenfremden) Leuten sage: »Ich bin Lektorin«, dann ist die Reaktion eigentlich immer: »Ah! Dann liest du den ganzen Tag.« Tatsächlich lässt sich der größte Teil meines Berufsalltags aber unter dem Begriff »Projektmanagement« zusammenfassen. Als Lektor betreut man jedes Projekt von der Idee bzw. dem Manuskripteinkauf bis hin zum fertigen Buch. Man ist Schnittstelle für die anderen Abteilungen wie Vertrieb, Presse, Marketing und Herstellung. Bei deutschsprachigen Titeln steht die Arbeit mit den Autoren im Vordergrund. Und natürlich endet die Arbeit nicht jenseits der Bürotür. Dort findet nämlich meistens die Sache mit dem Lesen statt.

2. Wie sind Sie zur Verlagsgruppe Random House gekommen? Wie sah Ihr bisheriger beruflicher Weg aus?

Auf ein geisteswissenschaftliches Studium in Düsseldorf (Medienwissenschaft / Anglistik / Amerikanistik) folgte ein kurzer Abstecher nach Berlin, für ein Praktikum beim Alexander Verlag, und eine Zeit als freie Redakteurin, bevor ich in München landete. Ich absolvierte mein Volontariat im Lektorat des Heyne Verlags, war Juniorlektorin und danach für das Taschenbuchprogramm zuständige Lektorin beim Diana Verlag, bevor es mich Ende 2012 wegzog von der reinen Frauenunterhaltung und hin ins Lektorat des Blanvalet Verlags.

3. Was motiviert Sie in Ihrer Arbeit? Wofür brennen Sie?

Ich habe eine Leidenschaft für gute Geschichten – Geschichten, die mich mitreißen, fesseln, berühren, zum Lachen bringen, überraschen und in ihre Welt hineinziehen. Außerdem haben mich Sprache und die Arbeit mit Texten schon immer begeistert.

4. Was macht die Arbeit bei der Verlagsgruppe Random House für Sie besonders?

Ich arbeite bei Blanvalet mit einem tollen Team zusammen und habe Kollegen, auf die ich mich jeden Morgen freue. Außerdem ist es schön, mit vielen interessanten Verlagen unter einem Dach zu sein, sich austauschen zu können und immer wieder über den eigenen Tellerrand zu blicken.

5. Welches Buch hat Sie geprägt?

Ich glaube nicht, dass ein einziges Buch mich geprägt hat. Meine eindrücklichsten Kindheits(vor)leseerinnungen habe ich an das Sams und Wir pfeifen auf den Gurkenkönig. Das erste Buch, das ich unbedingt selbst lesen wollte, war Momo von Michael Ende, für eine Achtjährige ein ziemlicher Wälzer, aber (auch heute noch) ein tolles Buch. Darauf folgten viele weitere wunderbar fantasievolle, kluge Geschichten, die mich die Welt um mich herum vergessen ließen – wie ein gutes Buch es eben tun sollte.